ArdiAS

Gesundes mobiles Arbeiten mit digitalen Assistenzsystemen im technischen Service [ArdiAS]

Förderkennzeichen

02L15A034

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird/ wurde im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ansprechpartner

Eric Mewes (M.Sc.)
Tel.: +49 (0) 391 544 86 19243
E-Mail: eric.mewes| AT |metop.de
sonja.schmicker| AT |metop.de

Projektzeitraum
 
April 2017 - März 2020

Projektbeschreibung

Das interdisziplinäre Vorhaben ArdiAS verfolgt das Ziel, gesundes Arbeiten im technischen Service zu befördern. Die Beschäftigten sind bei dieser Tätigkeit mit hohen Anforderungen an technisches Knowhow, Handlungskompetenz und Mobilität sowie daraus resultierenden physischen und psychischen Belastungen konfrontiert.
Im Projekt werden digitale Assistenzsysteme erforscht, die dem Servicepersonal über mobile Endgeräte (z. B. Tablets, Datenbrillen) wichtige Informationen direkt vor Ort bedarfsgerecht zur Verfügung stellen sowie den Arbeitsprozess erleichtern und effizienter machen. Das Projekt beschäftigt sich mit der immer enger werdenden Schnittstelle zwischen Mensch und Technik sowie der Frage, wie Assistenzsysteme gestaltet werden müssen, damit sie den Nutzer bei seiner Tätigkeit wirklich unterstützen und entlasten.

Projektziele

  • Entwicklung neuer Formen des assistierten mobilen Arbeitens
  • Erforschung ergonomischer und gesundheitsförderlicher Modelle in partizipativer Form
  • Unterstützung des beanspruchungsoptimalen und gesundheitsverträglichen/-förderlichen mobilen Arbeitens

Projektinhalte

  • Betriebliche Anforderungsanalyse (bzgl. Assistenzfunktionen; Belastungs-/Beanspruchungsanalyse; Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung)
  • Methodisch fundierte und partizipative Auswahl adaptierbarer mobiler Gerätetechnik
  • Nutzerorientierte Entwicklung von Assistenzfunktionen (u.a. Verminderung der Gefährdungspotenziale, prozess-/problembezogene Lernunterstützung)
  • Arbeitswissenschaftliche Untersuchungen im Kontext mobiler Assistenzsysteme (Arbeitsplatzgestaltung, Interaktionsmethoden, Nutzeradaption, Schulungskonzepte, organisationale Rahmenbedingungen)
  • Arbeitsmedizinische Untersuchungen (geteilte Aufmerksamkeit, periphere Wahrnehmung, Gesichtsfeld, Farb- und Kontrastwahrnehmung, Blendungsempfindlichkeit, psychophysiologische Indikatoren für Arbeitsbeanspruchung)
  • Pilotierung des Assistenzsystems für Anwendungsszenarien (Bewertung; Handlungsempfehlungen, Schulungskonzepte)
  • Evaluation sämtlicher Arbeitsschritte und Meilensteine, verwertungsorientierter und breitenwirksamer Ergebnistransfer auf weitere Anwendungsszenarien

    Zielgruppen

    • Mobile Servicekräfte in der regionalen Industrie

      Methodisches Vorgehen

      • Spezifikation von Anwendungsszenarien und nutzerseitiger Anforderungen
      • Arbeitswissenschaftliche Basisuntersuchungen für repräsentative Typenarbeitsplätze
      • Auswahl und Untersuchung mobiler Endgeräte und multimodaler Interaktionsmethoden
      • Nutzerzentrierte Umsetzung von Assistenzfunktionen
      • Arbeitswissenschaftliche Begleitung der Technologieadaption
      • Integration der Forschungsdemonstratoren in Anwendungsszenarien
      • Evaluierung Anwendungsszenarien, Handlungsempfehlungen, Transfer